Beitrag bei der Vortragsreihe „Didaktik am Montagabend (DiMa)“

Literarisches Verstehen: Eine mess- und steigerbare Kompetenz?

Buchvorstellung mit Vortrag und Diskussion

Univ.-Prof. Dr. Johannes Odendahl, Universität Innsbruck

Kurzzusammenfassung des Vortrags: 

Spätestens seit der ersten PISA-Studie sieht sich die Deutschdidaktik mit der Frage nach mess- und operationalisierbaren Kompetenzen literarischen Verstehens konfrontiert. In einer jüngst publizierten Monographie hat sich Johannes Odendahl dieser Frage u.a. vonseiten einer neueren Richtung der Embodied Cognitionsowie von Roman Jakobsons Semiotik her genähert. Seine sich daraus ergebende Antwort lautet: Literarisches Verstehen kann nicht geplant, standardisiert und evaluiert werden. Es ist, wie alles Verstehen, an Emotionen und individuelle Erfahrungen gebunden, eröffnet zudem aber Räume des Spiels, der entlastenden Ironie und der Freiheit, auf die schulische Bildung nie verzichten darf.

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